Donnerstag, 17. November 2016

Buntes gegen das November-Grau: Socke No 2 von Stine und Stitch


Hallo Ihr Lieben,

mittlerweile herrscht hier so richtiges nasskaltes November-Wetter. Bei euch auch? Ich würde am Liebsten den ganzen Tag zu Hause unter einer Decke kuscheln und lesen. Oder stricken. Das macht ja bekanntlich doppelt warm ;-).

Mein Sockenfieber ist inzwischen chronisch:  Neben den Babysocken für den Nachwuchs von Freunden habe ich im Oktober auch ein Paar Männersocken Größe 46 (!) verschenkt. Jetzt sind aber mal wieder meine Füße an der Reihe!

Und da hatte ich doch etwas auf den Nadeln, was ich schon lange stricken wollte: die Socke No 2 von Kerstin alias Stine & Stitch. Ich lernte ihren Blog im Januar anlässlich des ersten Monats der 12 Letters of Handmade Fashion-Aktion kennen und setzte ihn sofort auf meine Leseliste. Ihre Moodboards, ihre Designs und auch die anderen Beiträge finde ich immer wunderschön und vor allem sehr, sehr inspirierend! Schaut unbedingt mal auf ihrem Blog vorbei!

Jetzt aber zur eigentlichen Socke! Gestrickt habe ich mit der Wolle Rödel Sport- und Strumpfwolle Classic. Als ich die Farbpalette im Laden sah, musste ich sofort an die Socke No 2 denken und so "überredete" die Wolle mich, endlich die Anleitung zu kaufen. Und wie bei allen meinen Socken habe ich mit einem 2,5-Nadelspiel gestrickt. 


Die Anleitung enthält die Größen 36/37 bis 44/45 und erklärt Schritt für Schritt, wie man vom Schaft über die Ferse bis zur Spitze kommt, dabei wird die Bumerangferse noch einmal genau beschrieben. Wer noch weitere Infos dazu oder aber auch zur Bandspitze möchte, der findet zusätzlich auf Kerstins Blog noch entsprechende Tipps und Tricks.

Bei der Ferse folgte ich Kerstins Angaben genau, aber die Bandspitze habe ich nach "Muttis Art" gestrickt - rein aus Gewohnheit, in die Anleitung habe ich da gar nicht mehr geguckt ;-). Meine fertigen Socken in Größe 36 passen mir perfekt, aber in der Tat habe ich festgestellt, dass das zweifarbige Stricken dazu führt, dass die Socken nicht so dehnbar sind wie andere. Trotzdem komme ich gut hinein und auch wieder raus. 


Für mich waren die Socken auch eine gute Gelegenheit, das zweifarbige Stricken zu üben. Um ehrlich zu sein, habe ich zwischen zwei Techniken gewechselt. Meistens habe ich die zwei Fäden beim Farbwechsel hinter dem Strickstück verkreuzt, auch wenn das wohl sehr,  sehr umständlich ist, da man auch immer wieder die Wollknäuel entwirren muss...

Ab und an habe ich versucht, Farbe Nummer 2 über den Mittelfinger laufen zu lassen, sodass ich nicht immer ab- und wieder ansetzen musste. Da ist wohl noch einiges an Übung gefragt, bis das richtig schön gleichmäßig klappt :-). Und meine leicht verkrümmte Handhaltung dabei hätte wohl so manche Profi-Strickerin zum Stirnrunzeln gebracht... Hihi. Eine dritte Hand wäre manchmal ganz praktisch :-). Hier zeige ich euch mal, wie das Ganze auf der Rückseite bei mir aussieht:


Aber selbst meine umständliche Strickweise konnte meine Begeisterung beim Stricken nicht bremsen. Die wechselnden Muster haben so großen Spaß gemacht, dass das Stricken ganz flott ging und zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde (nicht wie bei Männersocken ohne Muster, bei denen man gefühlte Kilometer rechts, rechts und wieder rechts strickt...). Und die Farben machten richtig gute Laune!

Der einzige klitzekleine Wermutstropfen kam ganz zum Schluss - die Fäden vernähen. Durch die Farbwechsel in den verschiedenen Abschnitten kann man dem nicht wirklich entgehen. Eigentlich mache ich das echt nicht gerne, aber in diesem Fall wog die Motivation, die Socken endlich zu tragen, zum Glück stärker  :-). 

Wie trotzt ihr denn dem November-Grau? Mit bunter Wolle oder knalligen Stoffen? Einem besonderen Buch? Oder ganz viel Schokolade und Tee? Und weil das übrigens ganz alleine meine Socken sind, mache ich doch glatt zum ersten Mal bei RUMS mit :). 

Ihr Lieben, macht es euch schön!
Eure Bine


Strickvorlage: Socke No 2 von Stine und Stitch via DaWanda
Wolle: Wolle Rödel Sport- und Strumpfwolle Classic
            Hellgrün (16966)
            Naturweiß (16960)
            Orange (16970)
            Dunkelblau (16939)
            Gelb (16965)
Nadelstärke: 2,5

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Kurz vor knapp: R wie Rock Mabel


Hallo Ihr Lieben,

wie fast immer kommt mein Beitrag zur Aktion 12 Letters of Handmade Fashion am 27. Puh. So knapp wie heute war es - glaube ich - aber noch nie. Dafür habe ich mich an einigen, für mich neuen Dingen versucht! Und bin sehr glücklich mit dem Ergebnis :-). 

Als unsere Gastgeberin Lisa von Stoffreise am Monatsersten das R ausloste, dachte ich mir, dass das die Gelegenheit für mich wäre, endlich einen Rock zu nähen. Also einen tragbaren Rock, mein erster Versuch war eher ... na ja. 

Aber im letzten Jahr habe ich ja immer mehr genäht, also wollte ich es noch einmal versuchen. Allerdings wollte ich dafür weder ein neues Schnittmuster noch neuen Stoff kaufen, da sich vor allem in der letzten Zeit so einiges bei mir angesammelt hatte und noch nicht verwendet wurde. Beim entsprechenden Stoffrest wurde ich schnell fündig, aber beim Schnittmuster stand ich zunächst auf dem Schlauch. Nichts wollte so recht passen oder gefallen. Bis ich noch einmal die aktuelle Ausgabe der La Maison Victor zur Hand nahm, um sie noch einmal durchzublättern. Die Zeitschrift hatte ich mir zum ersten Mal gekauft, nachdem Susanne von Raxn so sehr davon geschwärmt hatte. Und prompt wurde ich fündig: Der Rock Mabel sollte es werden.



Der Stoff ist ein Rest des blauen Feincords von meinem Wind und Wetter-Parka, der übrigens immer noch nicht fertig ist ... dummdidumm. Kommt hoffentlich bald. Der Stoffrest hat für das Schnittmuster genau gepasst. Zum ersten Mal habe ich dann einen Schnitt von einem Schnittmusterbogen kopiert, das ging erstaunlich gut! Die Bögen von La Maison Victor sind meiner Meinung nach etwas übersichtlicher als die von Burda (aber das ist natürlich nur mein persönlicher Eindruck), da hatte ich wirklich keine Problem, alle Markierungen zu übertragen. Auch die Anleitung war so geschrieben, dass ich den Rock ohne Schwierigkeiten umsetzen konnte. Genäht habe ich übrigens die Größe 38, die mir aber etwas reichlich ist. Das nächste Mal wird es also wahrscheinlich eher eine 36.

Schwierigkeiten waren keine besonders großen enthalten, man muss lediglich einen Reißverschluss einsetzen und einen Beleg arbeiten, aber das ist so gut erklärt, dass ich damit gut zurecht kam.Und für meine Verhältnisse war ich sogar richtig schnell! Gerade für Einsteiger wie mich war das also ein super Projekt, da es nicht zu groß ist und man rasch ein tolles Ergebnis hat. Das Schnittmuster werde ich garantiert noch das ein oder andere Mal nähen, denn selten hatte ich so ein Glücksgefühl nach dem Nähen :).

Die Bilder hat dieses Mal meine liebe Freundin Michi gemacht, vielen lieben Dank! Du wirst in Zukunft öfter engagiert :)

Und wie immer freue ich mich jetzt auf die Galerie mit allen Beiträgen, die man ab Montag bei Lisa finden kann! Bis dahin wünsche ich euch noch einen schönen Rest-Oktober!

Eure Bine

Stoff: Stick & Style via DaWanda
Schnittmuster: Rock Mabel von La Maison Victor (Ausgabe Sept./Okt. 2016)

Sonntag, 9. Oktober 2016

Sockenfieber: Die ersten Baby-Socken



Hallo ihr Lieben, 

die letzte Woche habe ich fleißig gestrickt und so kann ich euch heute die ersten Ergebnisse meines Sockenfiebers zeigen :-)

Diese Mini-Socken sind für das erste Baby von Freunden. Bisher habe ich nur Socken für die Großen gestrickt und da fing das "kleine" Problem an: Wie klein oder groß ist eigentlich so ein Baby? Ich habe da ja Null Erfahrung. Und die Sockentabellen und Anleitungen, die ich im Internet gefunden habe, sind sich nicht wirklich einig. Ich hatte große Fragezeichen auf der Stirn, als ich das Projekt begann.

Letztendlich habe ich mich dann an dieser Anleitung orientiert, da sie meiner herkömmlichen Socken-Strickweise am Nähsten kam.  Allerdings habe ich nicht die Größe für Neugeborenene gestrickt, sondern lieber etwas größer - Babys haben ja die Eigenschaft, zu wachsen ;-). Laut dieser Tabelle entspricht meine fertige Socke der Größe von drei bis sechs Monate alten Babys, was ich ganz passend fand, denn so müssten die Söckchen dem neuen Erdenbürger im tiefsten Winter passen. 


Ich beschreibe euch mal kurz meine Vorgehensweise:

Angeschlagen habe ich insgesamt 40 Maschen. Das Bündchen ist mit 20 Runden vielleicht sogar ein bisschen zu kurz geworden, aber ich wollte kein Bündchen zum Umschlagen wie in der Anleitung. Für die Ferse habe ich nach 14 Reihen ein Käppchen gearbeitet, dann für den Spickel wieder 8 Maschen auf beiden Seite der Ferse aufgenommen und schließlich durch die Abnahmen wieder auf 10 Maschen pro Nadel reduziert. Die Abnahmen für die Bandspitze habe ich ab der 20. Runde nach der letzen Abnahme für den Spickel begonnen. Ergeben hat das alles eine Fußlänge von 10,6 cm. 

Das Paar Socken war ratzfatz an zwei gemütlichen Abenden gestrickt - kein Vergleich zu den Socken in Größe 46, die ich noch stricken muss... 

Ach ja, noch kurz zur Wolle. Für die empfindliche Baby-Haut wollte ich nicht einfach irgendeine Wolle und bin in den örtlichen Wollladen, wo ich sofort fündig wurde: die Baby Smiles von Schachenmayr Regia. Das sind ganz putzige Mini-Knäuel - nur 25 Gramm! Und diese Baby-Wolle ist dann natürlich hautfreundlich, schadstoffgeprüft und speichelecht. Und natürlich maschinenwaschbar, was das Leben mit Baby wahrscheinlich deutlich erleichtert ;-). 


Soweit zu meiner ersten Strickerfahrung für Babys. Strickt ihr für die Babys in eurer Familie oder in eurem Bekanntenkreis? Wenn ja, wie macht ihr das mit den Größen? 

Ihr Lieben, habt noch einen schönen Sonntag! Bis bald!
Eure Bine


Wolle: Schachenmayr Regia "Baby Smiles", Farbe: 01053

Samstag, 1. Oktober 2016

Hilfe, ich hab Sockenfieber!

Hallo ihr Lieben, 

ich glaube so langsam wird es Winter: Auf Pinterest sieht man schon viel Weihnachtsdeko und im Supermarkt kann man Lebkuchen kaufen :D. 

Nun, ganz so weit sind wir in der Jahreszeit dann doch noch nicht, erstmal Herbst. Ich mag ihn sehr, mit seinen vielen warmen Rot-, Gelb- und Brauntönen, mal sonnig, mal grau. Da ist für jeden was dabei. Auf was ich mich dabei besonders freue? Auf gemütliche Abende auf dem Sofa vor dem Kamin... in einem Meer aus Wolle.

Im Herbst werden bekanntlich die Stricknadeln munter und wollen fröhlich vor sich hin klappern. Zwar habe ich auch im Sommer gestrickt (siehe mein August-Beitrag zu den 12 Letters), aber jetzt wo die Tage kürzer und die Füße kälter werden, habe ich mir wohl ein Virus eingefangen: das Sockenfieber. 

Alles fing damit an, dass ich ein Paar für mich begann. Dann fragte der Freund, ob er nicht auch neue Socken bekäme, woraufhin auch sein Bruder Bedarf anmeldete. Einer Freundin habe ich schon länger welche versprochen und dann dachte ich mir, für einen neuen Erdenbürger im Freundeskreis wäre das doch auch ein nettes Geschenk. Äh, ja.

Bei weiteren Winter-Vorbereitungen (dem Holzschichten - Kaminabende und so ;-) ) sinnierte ich über das Sockenfieber nach und so langsam bildete sich da ein Gedanke: Was ist, wenn noch andere von diesem Virus befallen sind?  Die auch ein ganzes Pinterest-Board an gestrickten Socken haben? Die ihre Nadeln überall hin mitnehmen? Die höchstens einmal pausieren, wenn zusätzlich das sogenannte Second Sock Syndrom (Unlust, nach der ersten Socke das gleiche nochmal durchzustehen) auftritt?

Ich habe zwar kein Heilmittel, aber vielleicht etwas, was Linderung schafft: Da sich bei mir die nächste Zeit ziemlich viel im Reich der Socken abstricken abspielen wird, dachte ich mir, ich gucke mal, wer da noch mit von der Partie ist.


Den ganzen Oktober über werde ich auf Instagram den Hashtag #sockenfieberbeimkleineneffchen nutzen. Vielleicht wollt ihr ja mitmachen und zeigt damit ebenfalls eure Werke? Es ist ganz egal, ob kurz, ob lang, ob gestreift, ob uni, ob Muster oder nicht, ob für euch selbst oder für andere Zweibeiner - Hauptsache Socken :-). 

Hier im Blog wird es wahrscheinlich den ein oder anderen Post zum Thema geben, Wünsche und Anregungen diesbezüglich nehme ich gerne entgegen! Ich habe - ehrlich gesagt - noch nichts genaues geplant... Außer Socken.

Ich weiß, Socken stricken ist nicht jedermanns Sache, aber ich hoffe, dass jemand bei dem Spaß mitmacht und ich mich hier nicht zum Affen Effchen mache... Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Ihr Lieben, ich schicke euch kuschlige Grüße! Auf einen hoffentlich goldenen Oktober mit warmen Füßen!

Eure Bine

Mittwoch, 21. September 2016

K wie Kreuzchen - K wie Kimono Tee

Hallo Ihr Lieben,

stellt euch vor: Ich bin dieses Mal vor dem 27. mit meinem Beitrag zu den 12 Letters of Handmade Fashion fertig geworden! Das hat ja bekanntlich Seltenheitswert bei mir :D. Vielleicht liegt das aber daran, dass mir auf Anhieb total viel zum September-K einfiel. Von Kapuzenpulli über Kette bis Kleid war auf meiner Brainstorming-Liste alles dabei, aber dann bin ich doch bei etwas gelandet, was ich ursprünglich gar nicht so gerne machen wollte: das Kimono Tee von Maria Denmark

Nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht! Ich finde den Schnitt ganz, ganz große Klasse - aber ich hatte ihn eben schon im Februar als J-Beitrag eingereicht, daher haderte ich schwer mit mir. 

Aber eben weil ich diesen Schnitt gerne mag, der Stoff für ein zweites schon längst gekauft war und ich mich mal wieder dem Angstgegner Jersey stellen wollte, entschied ich mich für eine zweite Version - diesmal nicht mehr in mausgrau, sondern in knallrot. Mit K wie Kreuzchen ;-). 

Nach meinem My Cuddle Me war ich ehrlich gesagt sehr skeptisch, ob das mit den dehnbaren Stoffen und mir nochmal etwas wird - oder ob ich nicht doch lieber damit warten sollte, bis ich mir eine Overlock leisten kann.

Als ich dann letzthin nach anderem Stoff kramte, kam mir der rote Kreuzchen-Stoff in die Hände und erinnerte mich daran, dass ich es eigentlich doch noch mal versuchen könnte.Hab ich dann auch. Und da ihr den Blog-Eintrag hier lest, kann es gar nicht so schief gegangen sein ;-).

Ganz ehrlich: Es ging so ziemlich ohne Probleme. Diesmal hielt auch die Nadel in der Maschine, auch wenn ich etwas gebraucht habe, bis ich soweit war. Woran das liegt? Immer noch keine Ahnung, bei anderen Nadeln habe ich überhaupt keine Probleme. Einzig die Jersey-Nadeln rutschen gerne nach unten heraus. Aber das war dieses Mal wirklich das Schwierigste! Scheinbar habe ich seit Februar doch ein bisschen Sicherheit und Routine an der Nähmaschine hinzugewonnen. 

Einzig beim Kragen musste ich noch einmal überlegen, welche Seiten ich da jetzt aufeinanderstecken muss, aber einmal kurz angeheftet, festgestellt, dass es so verkehrt ist und behoben. Das Dehnen vom Kragen ging auch ziemlich gut, nur beim anschließenden Absteppen merkte meine bessere Hälfte gleich an, dass das ein bisschen ungleichmäßig ist. Aber jetzt mal ehrlich: Ist mir gerade ganz egal! Ich freue mich einfach unglaublich über das Endergebnis, dass ich meinen inneren Schweinehund überwunden habe und über den Weg, der hinter mir liegt! Manche Dinge muss man eben mehrmals ausprobieren...

Zwar ist der Sommer jetzt vorbei, aber mit einem Strickjäckchen oder Cardigan werde ich das Kimono Tee sicher im Herbst noch tragen. Die Farbe hilft auch gut gegen graue Tage! 

Tragt ihr eure Sommersachen auch noch im Herbst? Mit Strumpfhose drunter und Jäckchen drüber? Oder habt ihr noch ganz andere Ideen, um den Kleiderschrank Wind und Wetter-tauglich zu machen?

Ich verabschiede mich für heute und freue mich auf die September-Galerie, die dieses Mal bei Katharina von Kathastrophal zu finden ist. Mal sehen, wie viele Kimono Tees wir zusammen kriegen ;-).

Macht es gut, meine Lieben!
Eure Bine


Schnitt: Kimono Tee von Maria Denmark
Stoff: Birch Interlock Jersey "Wink Tomato" (100% Bio-Baumwolle), eingekauft bei der Eulenmeisterei

Verlinkt:
Me Made Mittwoch - zum ersten Mal, juhu!
Ich näh Bio - zum dritten Mal, juhu :-)

Sonntag, 18. September 2016

Der Jacken Sew-Along bei Elle Puls - Teil 3: Zwischenstand vom Wind & Wetter Parka

Hallo Ihr Lieben, 

wow, heute sind wir schon bei Teil 3 des Jacken Sew Alongs von Elle Puls! Heute gibt es dann also den Zwischenstand, wie es denn so um meinen Wind & Wetter-Parka bestellt ist. 

(Wer noch einmal den Anfang nachlesen möchte -  hier findet ihr Teil 1 und Teil 2.)

Ich habe schon so viele Beiträge gesehen, die schon richtig weit waren! Wow! Da mir ja ein bisschen die Zeit fehlte, konnte ich diese Woche erst so richtig loslegen. Zwei Tage blockierte ich das Wohnzimmer, um alle Teile zuzuschneiden. Beinahe hätte ich die Nahtzugabe vergessen, puuuh. Dieses Malheur konnte ich noch verhindern, ein anderes dafür nicht: Beim Vlies wollte ich so platzsparend wie möglich zuschneiden... Und habe vergessen, dass ich manche Teile seitenverkehrt brauche... Ups :-). 

Aber das ist ja glücklicherweise nichts, was sich nicht beheben lässt - bis auf das zweite Rückenteil konnte ich alles aus den Resten und falschen Vliesstücken zuschneiden und morgen gehe ich für das fehlende Teil Nachschub kaufen.

Aus Mangel an Alternativen und weil ich nicht so gerne Vlies aufbügle, habe ich statt - wie geplant - mit der Innenjacke doch direkt mit der Außenjacke angefangen. Und siehe da, soweit bin ich:


Verzeiht mir die etwas schlechte Bildqualität. Ich bin ja sowieso noch lange kein Blogger-Profi mit professioneller Ausrüstung, aber bei uns ist es dank den dicken Regenwolken so dunkel, dass wir schon um 15 Uhr Licht brauchten.  

Aber ich denke, man kann erkennen, dass Vorder- und Rückenteile schon zusammengenäht sind, die Ärmel sind der nächste Schritt. Den Tunnel für den Kordelzug habe ich angebracht, bevor ich die Schulternähte geschlossen habe. Puh, das war nicht gerade meine Lieblingsaufgabe. Ich hatte mächtig Schiss, dass er total schief und schepps auf der Jacke liegt. Daher habe ich ihn ziemlich penibel festgesteckt, aber beim Nähen warf dann die Jacke selbst immer wieder Falten und ich musste nach justieren... Woher das kam, kann ich mir eigentlich nicht so genau erklären. Aber jetzt ist er dran - und sogar einigermaßen gerade.

Bei den Taschen habe ich die einfachste Variante, die aufgesetzten Taschen, gewählt, außerdem habe ich die Kellerfalte weggelassen. Das hat mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, da ich nicht genau kapiert habe, wo ich dann wieder in der Anleitung einsteigen muss. Aber das lag wohl eher an mir als an der Anleitung :D. Der Rest war dann kein Problem mehr, lediglich die Taschenklappen annähen fiel mir etwas schwer, da ich beim Absteppen der Klappen wenig Platz zwischen Klappe und Taschenbeutel hatte, aber auch das ging gut. Nur bei einer Tasche sieht man ein bisschen die Nahtzugabe vom Festnähen. Aber so minimal, dass ich es einfach gelassen habe. 


Rechts sieht man auch das Futter der Taschenklappe - ich bin immer noch sehr glücklich mit meiner Farbwahl :-). Und auch bin ich stolz, dass mir die Taschen recht sauber gelangen. Mich macht es nämlich immer ein bisschen nervös, wenn ich Nähte absteppen soll, denn das sind ja sichtbare Nähte und müssen daher total gerade sein und so. Glücklicherweise habe ich ein Nähgarn, das wirklich sehr gut zum Stoff passt und daher kaum auffällt. Klar, kontrastfarbene Nähte sind ein totaler Hingucker, aber dazu nähe ich zu gerne mal schief ;-). 

Was habe ich sonst gelernt? Spontan würde ich mal sagen: ruhiges und konzentriertes Arbeiten. Ich lasse mir viel, viel Zeit bei meinem Parka, denn ich will ein gutes Ergebnis. Lieber messe ich fünf Mal nach, anstatt hinterher zum Nahttrenner greifen zu müssen (der in meinem Nähchaos auch noch irgendwie verschwunden ist :D ). Zwar könnte die eine oder andere Naht etwas perfekter sein, aber es ist für mich nach wie vor ein verdammt großes Projekt, an das ich mich lange gar nicht herangetraut habe. Da ist jeder Schritt ein kleiner Erfolg!

Gespannt bin ich jetzt darauf, wie ich mit den Ärmeln zurecht komme. Ich muss erst noch die Anleitung noch einmal ganz genau durchgehen, auch das zugehörige Video von Lotte und Ludwig werde ich mir noch einmal ansehen. Aber wenn das dann letztlich genauso klappt, wie die bisherigen Schritte, kann ich wirklich ganz zufrieden sein.

Brauche ich noch Hilfe? Das ist eine gute Frage. Ich hoffe, es klappt alles weiterhin so gut wie bisher (*auf Holz klopf*). Allerdings liegt noch eine Menge Arbeit vor mir... Vor allem bräuchte ich noch etwas mehr Zeit, auch wenn ich dieses Wochenende mit ganz viel Nähen verbracht habe. Ich bin eben eine Nähschnecke! :-) 

Die Vorfreude auf meinen Parka ist groß! Und auch das Nähen macht super viel Spaß. Daher halte ich mich jetzt mal ran und gehe in den Endspurt, damit ich bis zum großen Finale nächsten Sonntag fertig werde - das Wetter wäre übrigens schon für die Jacke bereit, ganz schön nass hier! Kaum zu glauben, dass das erst vorgestern war:


Damit nehme ich wohl Abschied vom Sommer 2016, schön war es mit dir! Aber ich freu mich schon auf die Stricksaison :-). Und ihr? Auch schon im Einkuschel-Modus für den Herbst?

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und hüpfe jetzt bei Elkes Linkparty vorbei, mal gucken, wie weit die Anderen sind ;-)

Liebe Grüße
Eure Bine


Sonntag, 11. September 2016

Der Jacken Sew Along bei Elle Puls - Teil 2: Schnittänderungen

Hallo Ihr Lieben,

herzlich willkommen zu Teil 2 des Jacken Sew Alongs von Elke alias Elle Puls.Und zunächst ein riesengrooooooßes Dankeschön für die vielen netten, ermutigenden und hilfreichen Kommentare und Tipps zu meinem letzten Post! Ich war ganz schön platt, dass sich so viele Leute meinen Beitrag angesehen haben! Also: Danke, danke, danke, Ihr Lieben <3

Wer meinen Teil 1 noch nicht kennt und das ändern möchte, bitte hier entlang :)

Heute soll es vor allem um Schnittänderungen gehen. Und da gibt es ein bisschen was zu erzählen - wo fange ich nur an?

Vielleicht hier: Was habe ich geschafft? Das Schnittmuster ist gedruckt und geklebt und ausgeschnitten. Yepeeh :). Außerdem habe ich meinen Stoff bestellt und schon bekommen! Das ging wirklich super schnell  und ich bin total happy mit meiner Wahl:


Der Cord ist wunderbar weich, ich bin total verliebt. Wenn die Jacke fertig ist, werde ich sie wahrscheinlich ganz oft streicheln :D. Und auch der rot-weiße Baumwollstoff fasst sich sehr gut an. Ich habe mich dann doch gegen einen Futterstoff für die Ärmel entschieden, ich habe einfach keinen gefunden, der mir so richtig gefiel und Fredi von Seemannsgarn (die Parka-Heldin schlechthin) schrieb, dass das Anziehen bei ihr auch mit Baumwollstoff kein Problem sei. Also lieber Streifen, eindeutig ;-).

Dann habe ich mich noch einmal vermessen lassen, wir kamen aber wieder zu dem Ergebnis, dass ich meine breiten Schultern in die Größe 40 packen muss, damit ich noch die Arme heben kann ;-). Aber auch der Rest passt laut der Maßtabelle ganz gut in die 40, was ich einerseits erstaunlich finde, trage ich doch sonst immer eine 36, aber andererseits erspart mir das das Zuschneiden und Kombinieren von zwei Größen, was ich mir ziemlich kompliziert vorstelle.

Lediglich die Ärmel möchte ich verlängern: Zwar passe ich geraaaaade noch laut Tabelle in die 40, aber irgendwo habe ich gelesen, dass die Ärmel im Schnittmuster nur bis zum Handgelenk reichen. Da ich sie lieber ein bisschen länger trage und noch Sicherheit für meine Gorilla-Arme einbauen möchte, kommen ca. 3,5 Zentimeter dazu - kürzen kann ich ja noch immer.
Während meine Arme echt lang sind, ist der Rest relativ kurz, daher muss ich das Vorder- und Rückenteil definitiv kürzen. Ich orientiere mich hier wieder an Fredi (sie gibt wirklich tolle Tipps! Absolut empfehlenswert für Leute, die den Schnitt zum ersten Mal nähen! Vielen lieben Dank, dass du die mit uns teilst, liebe Fredi!), die den Schnitt auf die Jackenlänge, die auch im Schnittmuster eingezeichnet ist, plus zwei Zentimeter gekürzt hat, was bei ihrer Größe die perfekte Parkalänge ergibt. So ähnlich werde ich das wohl auch machen, vielleicht reicht sogar einfach die Jackenlänge bei mir... Aber auch hier gehe ich lieber kein Risiko ein und kürze lieber später.

Nur möchte ich noch einmal überprüfen, wie das mit der Taillierung läuft, ob das trotzdem passt... Und da habe ich heute gleich mal bei Katharina von Der Rabe im Schlamm gespickt, die auch beim Sew Along mit dabei ist: Sie musste auch kürzen und hat super erklärt, wie sie das mitvder Taillierung gelöst hat. Ein großes Dankeschön auch an dich, liebe Katharina! Hach, genau aus solchen Gründen sind Sew Alongs wirklich grandios!!

Und dann ist da noch meine Änderung zum Spaß :-). Ich will einen Schlitz im Rückenteil, der gehört für mich einfach zu einem Parka dazu! Und das krieg ich hin, einfach ein Dreieck abschneiden ;-). Eine kleine Anleitung dazu gibt es in der Erweiterungsdatei zum Parka, die ihr auch bei Seemannsgarn findet, da ich nicht weiß, ob ich die Links einfach so weitergeben darf...

Ich glaube, das waren soweit alle meine Änderungen am Schnitt. Tatsächlich zugeschnitten habe ich noch nichts, da ich gerade für die Uni so einiges zu tun habe - trotz Semesterferien. Aber das sollte heute erledigt sein, dann kann es morgen so richtig losgehen.

Bevor ich es vergesse: Ich habe mich dafür entschieden, den Parka mit Vlieseline H640 zu füttern, für die Taschen habe ich als Bügeleinlage H250 gewählt. Was heißt gewählt. Da ich so überhaupt keine Ahnung hatte, was ich für eine Übergangsjacke wählen soll, war ich im örtlichen Stoffladen und habe mich da beraten lassen. Nebenbei habe ich da noch meinen Reißverschluss ergattert.


Ich denke, ich werde mich beim Nähen zunächst an der Innenjacke versuchen, da kann ich mich so langsam mit bekanntem Stoff an die ganze Sache herantasten, bevor es dann an den Außenteil geht. 

Puh, gefühlt hinke etwas hinter her, da viele auch schon die ersten Nähte bereits hinter sich haben... Aber wie gesagt: Ab morgen sollte ich wieder mehr Zeit zum Nähen haben. Dann bin ich jetzt mal fleißig am Arbeiten, damit das klappt, und gucke heute Abend, wie weit die Anderen so sind!

Bis dahin, genießt euren Sonntag bei Eis und Kuchen!
Eure Bine 

Stoffe und Kordel: Stick & Style via Dawanda
Reißverschluss: örtlicher Stoffladen AH Modedesign