Mittwoch, 21. September 2016

K wie Kreuzchen - K wie Kimono Tee

Hallo Ihr Lieben,

stellt euch vor: Ich bin dieses Mal vor dem 27. mit meinem Beitrag zu den 12 Letters of Handmade Fashion fertig geworden! Das hat ja bekanntlich Seltenheitswert bei mir :D. Vielleicht liegt das aber daran, dass mir auf Anhieb total viel zum September-K einfiel. Von Kapuzenpulli über Kette bis Kleid war auf meiner Brainstorming-Liste alles dabei, aber dann bin ich doch bei etwas gelandet, was ich ursprünglich gar nicht so gerne machen wollte: das Kimono Tee von Maria Denmark

Nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht! Ich finde den Schnitt ganz, ganz große Klasse - aber ich hatte ihn eben schon im Februar als J-Beitrag eingereicht, daher haderte ich schwer mit mir. 

Aber eben weil ich diesen Schnitt gerne mag, der Stoff für ein zweites schon längst gekauft war und ich mich mal wieder dem Angstgegner Jersey stellen wollte, entschied ich mich für eine zweite Version - diesmal nicht mehr in mausgrau, sondern in knallrot. Mit K wie Kreuzchen ;-). 

Nach meinem My Cuddle Me war ich ehrlich gesagt sehr skeptisch, ob das mit den dehnbaren Stoffen und mir nochmal etwas wird - oder ob ich nicht doch lieber damit warten sollte, bis ich mir eine Overlock leisten kann.

Als ich dann letzthin nach anderem Stoff kramte, kam mir der rote Kreuzchen-Stoff in die Hände und erinnerte mich daran, dass ich es eigentlich doch noch mal versuchen könnte.Hab ich dann auch. Und da ihr den Blog-Eintrag hier lest, kann es gar nicht so schief gegangen sein ;-).

Ganz ehrlich: Es ging so ziemlich ohne Probleme. Diesmal hielt auch die Nadel in der Maschine, auch wenn ich etwas gebraucht habe, bis ich soweit war. Woran das liegt? Immer noch keine Ahnung, bei anderen Nadeln habe ich überhaupt keine Probleme. Einzig die Jersey-Nadeln rutschen gerne nach unten heraus. Aber das war dieses Mal wirklich das Schwierigste! Scheinbar habe ich seit Februar doch ein bisschen Sicherheit und Routine an der Nähmaschine hinzugewonnen. 

Einzig beim Kragen musste ich noch einmal überlegen, welche Seiten ich da jetzt aufeinanderstecken muss, aber einmal kurz angeheftet, festgestellt, dass es so verkehrt ist und behoben. Das Dehnen vom Kragen ging auch ziemlich gut, nur beim anschließenden Absteppen merkte meine bessere Hälfte gleich an, dass das ein bisschen ungleichmäßig ist. Aber jetzt mal ehrlich: Ist mir gerade ganz egal! Ich freue mich einfach unglaublich über das Endergebnis, dass ich meinen inneren Schweinehund überwunden habe und über den Weg, der hinter mir liegt! Manche Dinge muss man eben mehrmals ausprobieren...

Zwar ist der Sommer jetzt vorbei, aber mit einem Strickjäckchen oder Cardigan werde ich das Kimono Tee sicher im Herbst noch tragen. Die Farbe hilft auch gut gegen graue Tage! 

Tragt ihr eure Sommersachen auch noch im Herbst? Mit Strumpfhose drunter und Jäckchen drüber? Oder habt ihr noch ganz andere Ideen, um den Kleiderschrank Wind und Wetter-tauglich zu machen?

Ich verabschiede mich für heute und freue mich auf die September-Galerie, die dieses Mal bei Katharina von Kathastrophal zu finden ist. Mal sehen, wie viele Kimono Tees wir zusammen kriegen ;-).

Macht es gut, meine Lieben!
Eure Bine


Schnitt: Kimono Tee von Maria Denmark
Stoff: Birch Interlock Jersey "Wink Tomato" (100% Bio-Baumwolle), eingekauft bei der Eulenmeisterei

Verlinkt:
Me Made Mittwoch - zum ersten Mal, juhu!
Ich näh Bio - zum dritten Mal, juhu :-)

Sonntag, 18. September 2016

Der Jacken Sew-Along bei Elle Puls - Teil 3: Zwischenstand vom Wind & Wetter Parka

Hallo Ihr Lieben, 

wow, heute sind wir schon bei Teil 3 des Jacken Sew Alongs von Elle Puls! Heute gibt es dann also den Zwischenstand, wie es denn so um meinen Wind & Wetter-Parka bestellt ist. 

(Wer noch einmal den Anfang nachlesen möchte -  hier findet ihr Teil 1 und Teil 2.)

Ich habe schon so viele Beiträge gesehen, die schon richtig weit waren! Wow! Da mir ja ein bisschen die Zeit fehlte, konnte ich diese Woche erst so richtig loslegen. Zwei Tage blockierte ich das Wohnzimmer, um alle Teile zuzuschneiden. Beinahe hätte ich die Nahtzugabe vergessen, puuuh. Dieses Malheur konnte ich noch verhindern, ein anderes dafür nicht: Beim Vlies wollte ich so platzsparend wie möglich zuschneiden... Und habe vergessen, dass ich manche Teile seitenverkehrt brauche... Ups :-). 

Aber das ist ja glücklicherweise nichts, was sich nicht beheben lässt - bis auf das zweite Rückenteil konnte ich alles aus den Resten und falschen Vliesstücken zuschneiden und morgen gehe ich für das fehlende Teil Nachschub kaufen.

Aus Mangel an Alternativen und weil ich nicht so gerne Vlies aufbügle, habe ich statt - wie geplant - mit der Innenjacke doch direkt mit der Außenjacke angefangen. Und siehe da, soweit bin ich:


Verzeiht mir die etwas schlechte Bildqualität. Ich bin ja sowieso noch lange kein Blogger-Profi mit professioneller Ausrüstung, aber bei uns ist es dank den dicken Regenwolken so dunkel, dass wir schon um 15 Uhr Licht brauchten.  

Aber ich denke, man kann erkennen, dass Vorder- und Rückenteile schon zusammengenäht sind, die Ärmel sind der nächste Schritt. Den Tunnel für den Kordelzug habe ich angebracht, bevor ich die Schulternähte geschlossen habe. Puh, das war nicht gerade meine Lieblingsaufgabe. Ich hatte mächtig Schiss, dass er total schief und schepps auf der Jacke liegt. Daher habe ich ihn ziemlich penibel festgesteckt, aber beim Nähen warf dann die Jacke selbst immer wieder Falten und ich musste nach justieren... Woher das kam, kann ich mir eigentlich nicht so genau erklären. Aber jetzt ist er dran - und sogar einigermaßen gerade.

Bei den Taschen habe ich die einfachste Variante, die aufgesetzten Taschen, gewählt, außerdem habe ich die Kellerfalte weggelassen. Das hat mir etwas Kopfzerbrechen bereitet, da ich nicht genau kapiert habe, wo ich dann wieder in der Anleitung einsteigen muss. Aber das lag wohl eher an mir als an der Anleitung :D. Der Rest war dann kein Problem mehr, lediglich die Taschenklappen annähen fiel mir etwas schwer, da ich beim Absteppen der Klappen wenig Platz zwischen Klappe und Taschenbeutel hatte, aber auch das ging gut. Nur bei einer Tasche sieht man ein bisschen die Nahtzugabe vom Festnähen. Aber so minimal, dass ich es einfach gelassen habe. 


Rechts sieht man auch das Futter der Taschenklappe - ich bin immer noch sehr glücklich mit meiner Farbwahl :-). Und auch bin ich stolz, dass mir die Taschen recht sauber gelangen. Mich macht es nämlich immer ein bisschen nervös, wenn ich Nähte absteppen soll, denn das sind ja sichtbare Nähte und müssen daher total gerade sein und so. Glücklicherweise habe ich ein Nähgarn, das wirklich sehr gut zum Stoff passt und daher kaum auffällt. Klar, kontrastfarbene Nähte sind ein totaler Hingucker, aber dazu nähe ich zu gerne mal schief ;-). 

Was habe ich sonst gelernt? Spontan würde ich mal sagen: ruhiges und konzentriertes Arbeiten. Ich lasse mir viel, viel Zeit bei meinem Parka, denn ich will ein gutes Ergebnis. Lieber messe ich fünf Mal nach, anstatt hinterher zum Nahttrenner greifen zu müssen (der in meinem Nähchaos auch noch irgendwie verschwunden ist :D ). Zwar könnte die eine oder andere Naht etwas perfekter sein, aber es ist für mich nach wie vor ein verdammt großes Projekt, an das ich mich lange gar nicht herangetraut habe. Da ist jeder Schritt ein kleiner Erfolg!

Gespannt bin ich jetzt darauf, wie ich mit den Ärmeln zurecht komme. Ich muss erst noch die Anleitung noch einmal ganz genau durchgehen, auch das zugehörige Video von Lotte und Ludwig werde ich mir noch einmal ansehen. Aber wenn das dann letztlich genauso klappt, wie die bisherigen Schritte, kann ich wirklich ganz zufrieden sein.

Brauche ich noch Hilfe? Das ist eine gute Frage. Ich hoffe, es klappt alles weiterhin so gut wie bisher (*auf Holz klopf*). Allerdings liegt noch eine Menge Arbeit vor mir... Vor allem bräuchte ich noch etwas mehr Zeit, auch wenn ich dieses Wochenende mit ganz viel Nähen verbracht habe. Ich bin eben eine Nähschnecke! :-) 

Die Vorfreude auf meinen Parka ist groß! Und auch das Nähen macht super viel Spaß. Daher halte ich mich jetzt mal ran und gehe in den Endspurt, damit ich bis zum großen Finale nächsten Sonntag fertig werde - das Wetter wäre übrigens schon für die Jacke bereit, ganz schön nass hier! Kaum zu glauben, dass das erst vorgestern war:


Damit nehme ich wohl Abschied vom Sommer 2016, schön war es mit dir! Aber ich freu mich schon auf die Stricksaison :-). Und ihr? Auch schon im Einkuschel-Modus für den Herbst?

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und hüpfe jetzt bei Elkes Linkparty vorbei, mal gucken, wie weit die Anderen sind ;-)

Liebe Grüße
Eure Bine


Sonntag, 11. September 2016

Der Jacken Sew Along bei Elle Puls - Teil 2: Schnittänderungen

Hallo Ihr Lieben,

herzlich willkommen zu Teil 2 des Jacken Sew Alongs von Elke alias Elle Puls.Und zunächst ein riesengrooooooßes Dankeschön für die vielen netten, ermutigenden und hilfreichen Kommentare und Tipps zu meinem letzten Post! Ich war ganz schön platt, dass sich so viele Leute meinen Beitrag angesehen haben! Also: Danke, danke, danke, Ihr Lieben <3

Wer meinen Teil 1 noch nicht kennt und das ändern möchte, bitte hier entlang :)

Heute soll es vor allem um Schnittänderungen gehen. Und da gibt es ein bisschen was zu erzählen - wo fange ich nur an?

Vielleicht hier: Was habe ich geschafft? Das Schnittmuster ist gedruckt und geklebt und ausgeschnitten. Yepeeh :). Außerdem habe ich meinen Stoff bestellt und schon bekommen! Das ging wirklich super schnell  und ich bin total happy mit meiner Wahl:


Der Cord ist wunderbar weich, ich bin total verliebt. Wenn die Jacke fertig ist, werde ich sie wahrscheinlich ganz oft streicheln :D. Und auch der rot-weiße Baumwollstoff fasst sich sehr gut an. Ich habe mich dann doch gegen einen Futterstoff für die Ärmel entschieden, ich habe einfach keinen gefunden, der mir so richtig gefiel und Fredi von Seemannsgarn (die Parka-Heldin schlechthin) schrieb, dass das Anziehen bei ihr auch mit Baumwollstoff kein Problem sei. Also lieber Streifen, eindeutig ;-).

Dann habe ich mich noch einmal vermessen lassen, wir kamen aber wieder zu dem Ergebnis, dass ich meine breiten Schultern in die Größe 40 packen muss, damit ich noch die Arme heben kann ;-). Aber auch der Rest passt laut der Maßtabelle ganz gut in die 40, was ich einerseits erstaunlich finde, trage ich doch sonst immer eine 36, aber andererseits erspart mir das das Zuschneiden und Kombinieren von zwei Größen, was ich mir ziemlich kompliziert vorstelle.

Lediglich die Ärmel möchte ich verlängern: Zwar passe ich geraaaaade noch laut Tabelle in die 40, aber irgendwo habe ich gelesen, dass die Ärmel im Schnittmuster nur bis zum Handgelenk reichen. Da ich sie lieber ein bisschen länger trage und noch Sicherheit für meine Gorilla-Arme einbauen möchte, kommen ca. 3,5 Zentimeter dazu - kürzen kann ich ja noch immer.
Während meine Arme echt lang sind, ist der Rest relativ kurz, daher muss ich das Vorder- und Rückenteil definitiv kürzen. Ich orientiere mich hier wieder an Fredi (sie gibt wirklich tolle Tipps! Absolut empfehlenswert für Leute, die den Schnitt zum ersten Mal nähen! Vielen lieben Dank, dass du die mit uns teilst, liebe Fredi!), die den Schnitt auf die Jackenlänge, die auch im Schnittmuster eingezeichnet ist, plus zwei Zentimeter gekürzt hat, was bei ihrer Größe die perfekte Parkalänge ergibt. So ähnlich werde ich das wohl auch machen, vielleicht reicht sogar einfach die Jackenlänge bei mir... Aber auch hier gehe ich lieber kein Risiko ein und kürze lieber später.

Nur möchte ich noch einmal überprüfen, wie das mit der Taillierung läuft, ob das trotzdem passt... Und da habe ich heute gleich mal bei Katharina von Der Rabe im Schlamm gespickt, die auch beim Sew Along mit dabei ist: Sie musste auch kürzen und hat super erklärt, wie sie das mitvder Taillierung gelöst hat. Ein großes Dankeschön auch an dich, liebe Katharina! Hach, genau aus solchen Gründen sind Sew Alongs wirklich grandios!!

Und dann ist da noch meine Änderung zum Spaß :-). Ich will einen Schlitz im Rückenteil, der gehört für mich einfach zu einem Parka dazu! Und das krieg ich hin, einfach ein Dreieck abschneiden ;-). Eine kleine Anleitung dazu gibt es in der Erweiterungsdatei zum Parka, die ihr auch bei Seemannsgarn findet, da ich nicht weiß, ob ich die Links einfach so weitergeben darf...

Ich glaube, das waren soweit alle meine Änderungen am Schnitt. Tatsächlich zugeschnitten habe ich noch nichts, da ich gerade für die Uni so einiges zu tun habe - trotz Semesterferien. Aber das sollte heute erledigt sein, dann kann es morgen so richtig losgehen.

Bevor ich es vergesse: Ich habe mich dafür entschieden, den Parka mit Vlieseline H640 zu füttern, für die Taschen habe ich als Bügeleinlage H250 gewählt. Was heißt gewählt. Da ich so überhaupt keine Ahnung hatte, was ich für eine Übergangsjacke wählen soll, war ich im örtlichen Stoffladen und habe mich da beraten lassen. Nebenbei habe ich da noch meinen Reißverschluss ergattert.


Ich denke, ich werde mich beim Nähen zunächst an der Innenjacke versuchen, da kann ich mich so langsam mit bekanntem Stoff an die ganze Sache herantasten, bevor es dann an den Außenteil geht. 

Puh, gefühlt hinke etwas hinter her, da viele auch schon die ersten Nähte bereits hinter sich haben... Aber wie gesagt: Ab morgen sollte ich wieder mehr Zeit zum Nähen haben. Dann bin ich jetzt mal fleißig am Arbeiten, damit das klappt, und gucke heute Abend, wie weit die Anderen so sind!

Bis dahin, genießt euren Sonntag bei Eis und Kuchen!
Eure Bine 

Stoffe und Kordel: Stick & Style via Dawanda
Reißverschluss: örtlicher Stoffladen AH Modedesign

Sonntag, 4. September 2016

Der Jacken Sew Along bei Elle Puls - Teil 1: Ich traue mich an den Wind & Wetter-Parka


Hallo Ihr Lieben,

seid ihr gut in den September hinein gestartet? Hält das Wetter bei euch noch? Hier ist es deutlich feuchter und kühler geworden. Höchste Zeit, sich so langsam Gedanken über die Herbstgaderobe zu machen...

Und vor welchem Projekt drücke ich mich nun seit sage und schreibe einem Jahr herum? Einer neuen Jacke. Meine bisherige Übergangsjacke wurde, nach dem sie sich immer mehr auflöste, zum Armband (klick hier) und der Ersatz ist zwar ganz nett, hat aber zwei große Mankos: keine Kapuze und außerdem nicht selbstgenäht.

Die wunderbare Elke von Elle Puls (die ihr alle sicher längst kennt und die auch diese wunderbare Grafik oben entworfen hat) hat das anscheinend gerochen und veranstaltet durch den ganzen September hindurch einen Jacken Sew-Along. Egal, welches Schnittmuster - Hauptsache Jacke für draußen und Jacke für mich selbst. Jeden Sonntag im Monat startet dann eine Linkparty auf Elkes Blog, bei der alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen (immer schön gendern ;-) ) ihre Fortschritte zeigen, aber auch mal eventuelle Probleme wälzen können. Vielleicht findet man ja gemeinsam mit den Anderen eine Lösung. Die genauen Infos zum Sew Along sowie eine super recherchierte Sammlung an Schnittmustern findet ihr hier!

Also Ihr Lieben, kommet zahlreich... Und haltet mir das Händchen! Denn gerade frage ich mich: Was habe ich mir denn da schon wieder vorgenommen? Eine Jacke? Oh Gott, oh Gott, so etwas Grooooßes. Ich habe gerade akute Näh-Angst, aber ich versuche sie zu überwinden - schließlich tippe ich gerade meinen Beitrag für den ersten Termin. Dann muss ich da jetzt wohl durch. Tief ein- und wieder ausatmen. Los geht's!

Im heutigen ersten Kapitel des Sew Alongs starten wir ganz am Anfang - bei der Idee, wie denn die Jacke aussehen soll. Puh, immerhin das läuft!

Der Schnitt

Wie oben bereits erwähnt, wäre mir eine Kapuze wichtig, die mir an meiner momentanen Übergangsjacke bei Regenwetter oft etwas fehlt, denn den Regenschirm vergesse ich grundsätzlich.. Da fiel mir sofort ein Schnittmuster ein: der Wind & Wetter-Parka von Lotte und Ludwig, den ich durch die tollen Versionen von Fredi auf ihrem noch tolleren Blog Seemannsgarn kennenlernte. Bei ihr gab es dieses Jahr schon einen Sew Along extra zu diesem Schnitt, aber damals hatte ich durch ein anstehendes Trainingslager wenig Zeit zu nähen ... und war noch viel ängstlicher. Aber Fredis Beiträge und Checklisten stehen ja nach wie vor online, worüber ich gerade sehr froh bin :-). 

Auf Fredis erster Checkliste findet man zunächst die Größe. Ich habe als ehemalige Turnerin einen breiten Rücken, also genau genommen einen seeeehr breiten Rücken... und falle daher (mit Pulli, der muss ja dann auch noch unter die Jacke passen) in die Größe 40. Aber das Gute ist am Selbernähen ist ja, dass ich den Schnitt theoretisch dem Rest von mir, der nicht so in die 40 fällt, anpassen kann, damit das nicht wie ein Kartoffelsack aussieht. Theoretisch, denn das mit dem Anpassen habe ich noch nie gemacht. Nur mal ein bisschen die Ärmel bei meinem My Cuddle Me verlängert, aber das war es auch. Tja, und dann ist da noch der schöne Satz, dass der Schnitt für Frauen um die 1,70 konstruiert ist. Oh. Ich hör doch schon viel eher auf dem Massband auf?! Wenn also jemand Tipps zum Kürzen von Schnitten hat, wäre ich sehr dankbar!!

Wenn mir das mit dem Kürzen dann klarer ist, stellt sich noch eine andere Frage: Nähe ich die kurze oder lange Version? Momentan tendiere ich zur längeren...  

Ihr seht, bei meinem Großprojekt "Erste Jacke" kommt so ganz dreist nebenbei noch einiges auf mich zu. Daher werde ich mich beim Rest immer schön an die einfachen Dinge halten. Einfache Verschlüsse und aufgesetzte Taschen, keine Extras... Ich bin doch jetzt schon so nervös!

 Das Material

Hier möchte ich mich an die Empfehlungen im Ebook halten und habe als Außenstoff Cord vor meinem inneren Auge. Den habe ich noch nie vernäht, bin aber schon ganz gespannt! Dann möchte ich die Jacke leicht mit Vlies füttern, damit ich bei Wind und Wetter im Herbst nicht friere. Beim Futter bin ich noch unschlüssig, denn im Ärmel sollte es möglichst glatt sein, aber chic soll es auch sein? Vielleicht Baumwollstoff für den Körper und richtigen Futterstoff für die Ärmel?

Die Farben

Immerhin die sind mir klar. Vor meinem geistigen Auge schwebt ein dunkelblauer Parka mit rot-weiß gestreiftem Innenfutter und weißen Details, wie z.B. dem Reißverschluss und den Knöpfen. Diese Farbkombination hatte ich vor einiger Zeit den Stricknadeln, eigentlich nur um etwas auszuprobieren... Aber seitdem wollte ich unbedingt etwas in dieser Richtung für mich nähen, gerne auch mit einem leicht maritimen Touch... Nebenbei fiel mir gerade auf, dass das ja auch die französischen Nationalfarben sind :-). 


Puh, das war jetzt schon mal ganz schön viel Text und wenig Bilder, aber damit ich hoffentlich bald einige Zeigen kann, kommen jetzt die folgenden Schritte:
  • Stoff und sonstige Materialien kaufen
  • Schnittmuster drucken und kleben
  • loslegen

Seid ihr auch mit dabei bei Elkes Sew Along? Wenn ihr noch einsteigen wollt, die aktuelle Linkparty auf Elkes Blog ist noch bis zum 10. September offen, am 11. kommt dann die nächste! Ich freue mich auf viele spannende Beiträge und hoffe, dass ich viel lernen kann. Das setze ich mir nämlich als mein persönliches Ziel: Spaß (statt Angst) haben und viel lernen.

Bis dahin, liebe Grüße von

eurer Bine

Samstag, 27. August 2016

S wie Sommer, Sonne ... Streifen-Schal!


Hallo Ihr Lieben, 

hier bin ich wieder nach meiner doch etwas längeren Pause, die dem stressigen Semesterende geschuldet war. Und wie gewohnt auf den letzten Drücker zu den 12 Letters of Handmade Fashion. Oh man... Wann komme ich endlich mal mit meinem Timing besser hin?

Das mit dem Timing trifft wohl auch auf meinen Beitrag zu: Gerade ist es so schön und heiß wie noch nie in diesem Sommer. Und was mache ich für den Sommermonat August? Ein S wie Streifen, S wie Stricken, S wie Schal.

Das Modell heißt Drachenfels und stammt aus dem Hause Melanie Berg alias Mairlynd. Ich hatte mich schon länger in diesen Schal verguckt und wollte mir endlich auch einmal ein Dreieckstuch stricken. 

Auf Ravelry fand ich einen Drachenfels in schwarz, weiß und grau. Da war sie, meine Wunsch-Farbkombination... Einfach, klassisch und genau zu meiner Übergangsjacke passend (auch wenn ich mich jetzt hier als Lemming oute). 

Bei der Wolle wich ich allerdings vom "Original" ab und wählte stattdessen Drops Safran. Als ich mein Wollpaket dann erhielt, war die Überraschung groß, dass mein Grau kein klassisches Mausgrau war, sondern eher irgendwo zwischen braun und grau lag. Aber jetzt, nach dem Stricken, finde ich das gar nicht mehr so schlecht!

Ich war begeistert, wie schnell mein Schal wuchs und wuchs. Aber je weiter ich kam, desto länger und läääänger wurden die Reihen. Puh. Am Ende war doch einiges an Ausdauer gefragt, vor allem, da fast nur rechte Maschen zu stricken sind. Trotzdem habe ich es irgendwie geschafft, eine einzelne Masche, mitten in einer Reihe, einfach mal links abzustricken. Keine Ahnung warum, ich musste erst einmal über mich selbst lachen. Jetzt ist da irgendwo - gut versteckt - eine einzelne linke Masche... Das ist jetzt meine persönliche Marke ;-).

Die Anleitung ist super verständlich und ich hatte keinerlei Probleme, auch wenn ich zum ersten Mal den I-Cord-Abschluss gestrickt habe. Von dem hatte ich ja schon super viel gehört und jetzt gehöre ich auch endlich diesem Club an... Nur beim Thema Maschen "durch Aufstricken anschlagen" musste ich mir Hilfe suchen - aber die fand ich in diesem Video. Dann war auch das kein Hindernis mehr.

Was die Streifen betrifft, so habe ich nicht bei jedem Streifen den Faden abgeschnitten und dann die andere Farbe neu aufgenommen, sondern das Garn blieb einfach an der Seite hängen und wurde dann zu Beginn des neuen Farbabschnitts mit der ersten Farbe einfach überkreuzt und einfach weiter verstrickt. Bei der Menge an Streifen wären das viel zu viele Fadenenden zu vernähen... Und wer vernäht schon gerne... Ich sicher nicht ;-).

 
Und ausgerechnet heute, am wohl heißesten Sommertag im August, schicke ich mein S wie Schal wie immer kurz vor knapp zu Fee von Fairy Likes, die diesen Monat unsere Gastgeberin der Aktion ist. Gutes Timing ;-) 

Dann hoffe ich wie immer, dass ich noch mit in die Galerie darf und nehme mir wie immer vor, mich zu bessern und schneller fertig zu werden... Wir haben ja noch vier Buchstaben!

Viele liebe Grüße
Eure Bine


Modell: Drachenfels von Melanie Berg via Rosy Green Wool (deutschsprachige Anleitung)
Wolle: Drops Safran via Lanade


Montag, 27. Juni 2016

B wie blau: Mein gestreifter "My Cuddle Me"


 Hallo Ihr Lieben!

Wenn es Ende des Jahres eine Gesamtstatistik zu 12 Letters of Handmade Fashion geben sollte, stehe ich wohl in einer Sparte ganz oben: Wer hat seinen Beitrag immer auf den letzten Drücker abgegeben? Jedes Mal wieder denke ich mir: Du hast zwar noch Zeit, aber fang dieses Mal zeitiger an. Dann steht dieses an, jener vor der Tür und ehe ich mich versehe, ist es schon wieder der 24. des Monats. Immerhin habe ich an diesem Datum meistens schon die Idee, was ich machen möchte. Aber mehr soundso oft auch nicht. 

Aber wenn ihr das hier lest, dann hat es diesen Monat mal wieder geklappt - auch wenn es wohl noch nie so knapp war. Im Juni sind wir zum Frühstück bei Emma eingeladen, um unsere Beiträge zum Buchstaben B zu präsentieren. Ein weiterer wunderbarer Blog, den ich bisher noch nicht kannte, aber in Zukunft öfter besuchen werde! Und Frühstück ist immer gut :).

Eigentlich hätte ich diesen Monat ja schon ein B gehabt: meine grünen Broken Seed Stitch Socks. Aber schon wieder Socken wie im W-Monat Januar? Und hatte ich mir nicht vorgenommen, öfter zu posten? Und die zweite Idee mit B hatte sich ja auch schon ergeben...

B wie blau! Als ich den Stoff bestellte, dachte ich eigentlich, er hätte marineblaue und weiße Streifen. Notiz an mich: Wenn ich müde bin, besser keinen Stoff bestellen, da hatte ich wohl einen Knick in der Optik. Denn die Streifen sind aus einem dunkleren Blau und einem hellblau. Nichtsdestotrotz war ich hellauf begeistert, als ich den wunderbaren Bio-Stoff in den Händen hielt: Er ist einfach soooo unglaublich weich! Das geplante Kleid wurde schnell über den Haufen geworfen, denn der hohe Kuschelfaktor verleitete mich zu etwas ganz anderem: einem Cardigan.

Wenn man nach einem Schnittmuster dafür sucht, stößt man schnell (und immer wieder) auf den My Cuddle Me von Schaumzucker. Diese runde Form hatte es mir recht schnell angetan, die langen Armbündchen erst auf den zweiten Blick, dafür immer mehr! Man kann aber auch kurze Armbündchen wählen. 


Dachte ich. Voller Begeisterung klebte ich das Schnittmuster zusammen, breitete den Stoff aus und stellte mir die Frage: Wie mache ich das eigentlich, dass die Streifen aufeinander treffen? Spätestens seit The Great British Sewing Bee, Cousu Main und Geschickt Eingefädelt weiß auch der Laie, dass das sein muss. Oh oh, sehr viel schwieriger als gedacht, wirklich an alle Verbindungen zu denken. Noch dazu kam, dass ich das Gefühl hatte, der Stoff würde sich heimlich bewegen, sobald ich mich umdrehte. 

Kurzerhand habe ich, wenn ich etwas im Bruch zugeschnitten habe, immer die beiden Stofflagen an ihren Streifen entlang zusammengeheftet, damit es auch ja symmetrisch wird. So viele Stecknadeln hatte ich noch nie verwendet. (Ich hätte ein Bild machen sollen...)

Tja, und so war es mehr Glück als Verstand, dass an den Seitennähten die Streifen fast aufeinandertrafen. Denn die hatte ich in beim Ausrichten vergessen, die waren wohl zunahe liegend. Aber immerhin: Die Ärmel passen! Yeah! :D

Auch beim Nähen stieß ich auf kleinere Probleme, die ich nie vollends lösen konnte. Alles ging damit los, dass meine Jersey-Nadel nicht in der Nähmaschine halten wollte. Wie bei einer alten Oma der Zahn fiel immer wieder die Nadel nach unten heraus, wenn ich los nähen wollte. Es war die gleiche Nadel wie bei meinem ersten Jersey-Versuch, da klappte alles wunderbar, deshalb verstehe ich nach wie vor nicht, wo das Problem liegt. Nach einigem Hin und Her nähte ich in meiner Verzweiflung mit der Universalnadel. Oh weh - böse Bine! 

Zwar hat es funktioniert, aber ich hatte doch tatsächlich ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Stoff, denn ich hatte immer den Eindruck, ihn zu verletzen. Was wahrscheinlich sogar stimmt. Mit einer runden Spitze hätte ich dem gestrickten Gewebe wesentlich weniger Schaden und Löcher zugefügt.  Das muss ich demnächst noch einmal mit einem anderen Stoff in Ruhe ausprobieren, vielleicht finde ich ja das Warum und Wieso. 

Genäht habe ich natürlich mit einem dreifachen Zickzack-Stich, damit die Naht elastisch wird. Trotzdem kam ich dann zum nächsten Problem: Beim Annähen des Bündchens wellte sich die Naht leider. Auch das Bügeleisen konnte die Naht nicht überreden, sich doch bitte, bitte glatt hinzulegen... Daher fiel das zusätzliche absteppen der Naht weg, weil ich mich einfach nicht mehr getraut habe.


Tja, und dann gibt es noch die leider etwas verrutschte Kante bei der Seitennaht. Da trifft nämlich das Bündchen nicht ganz auf einander, obwohl ich es vorher ausgerichtet habe. Die Seitennaht habe ich zu allem Überfluss auch erstmal ganz, ganz krumm und schief genäht. Das konnte ich immerhin noch auftrennen, aber diese Kante am Bündchen? Grrrrrrr. 

Ihr seht, es ging viel schief. Das Ergebnis ist ausbaufähig. Perfekt ist was anderes. 

Jetzt kommt das große ABER, mit dem ich beim Nähen schon gar nicht mehr gerechnet habe: Ich liebe den Cardigan trotz all seiner (bzw. meiner) Fehler jetzt schon! Warum? Weil ich mich schwer getan habe, aber bis zum Ende gekämpft habe und ihn nun tatsächlich tragen kann. Es ist das erste Mal, dass ich Bündchen vernäht habe (ich musste erstmal googeln, wie das funktioniert). Und überhaupt, das erste Mal, dass ich einen Cardigan genäht habe, was mir zunächst Respekt eingeflößt, aber dann einen Riesenspaß gemacht hat. Ich habe gelernt, wie so ein Cardigan schnitttechnisch aufgebaut ist und mich an ein Muster herangetastet. 

Was will ich denn mehr? Es ist schließlich nur mein Hobby. Und so viel habe ich, wenn ich ehrlich bin, auch noch nicht genäht. Letztendlich bin ich sehr froh, diesen Schnitt ausprobiert zu haben und denke, dass er sicher noch weitere Verwendung findet....


A propos Schnitt: Den habe ich übrigens ein klein bisschen verändert (auch eine Premiere). Zwar nur minimal, aber auch das musste ich mich erstmal trauen. Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich lange Arme habe? Also, so richtig lang. So Gorilla-like. Aber der Rest von mir ist irgendwie zu kurz geraten... Um zum Punkt zu kommen: Ich habe die Ärmel verlängert, weil die bei gekauften Teilen immer weit vor den Handgelenken enden. 

Im Nachhinein wäre das vielleicht nicht nötig gewesen, denn die langen Bündchen wurden dann etwas gekürzt. Ob das jetzt insgesamt einen Unterschied macht? Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht, aber das wird beim nächsten Oberteil mal genauer ausgetüftelt. 

Die Bilder hat meine liebe Mitbewohnerin gemacht (vielen herzlichen Dank, meine Liebe!), aber ich bin immer so schrecklich nervös vor der Kamera und zappel etwas... Verzeiht also die Unschärfe!

Ihr Lieben, hättet ihr noch Tipps für mich? Wie ich meine Unzulänglichkeiten, wie z.B. die gewellte Naht,  verbessern kann? Wie ihr eure Jersey-Stoffe mit der normalen Nähmaschine näht? Sollte ich mal eine Zwillingsnadel ausprobieren? Ich bin wirklich für jeden Tipp dankbar!

Ich wünsche noch einen schönen Abend und freue mich wie immer schon jetzt auf die Galerie am Letzten des Monats! Liebe Emma, vielen lieben Dank schon einmal im Voraus!
Außerdem bin ich diesen Monat dank dem wunderbaren Ringelstoff zum insgesamt zweiten Mal bei der Bio-Linkparty von Keko-Kreativ dabei, ich freu mich!  

Habt eine schöne Zeit und bis bald!
Eure Bine

Stoff: C.Pauli Bio Interlock "india ink/cloud blue" mit passendem Bündchen in "cloud blue" via Eulenmeisterei
Schnittmuster: My Cuddle Me von schaumzucker


Dienstag, 14. Juni 2016

Drachenfüße oder: Socken mit Broken Seed Stitch Muster



Hallo Ihr Lieben, 

heute gibt es mal wieder etwas Gestricktes. Ja, die kalten Tage liegen zwar jetzt hoffentlich hinter uns, aber abends kühlt es doch noch ab. Wenn man trotzdem auf dem Balkon sitzen bleiben möchte, nützt nur eins: Jäckchen und Stricksocken, die für wohlige Wärme sorgen!

Schon vor längerem habe mir die grüne Wolle gekauft, ich liebe diese Farbe einfach! Aber um sie einzeln zu verstricken, war sie mir dann doch etwas zu knallig... Und so lag sie erst einmal eine Weile herum und andere Sachen hatten Vorrang, wie z.B. meine Socken mit Zopfbandspitze oder, oder, oder ... 

Bis ich dann in einem französischen Youtube-Podcast auf die Broken Seed Stitch Socks stieß. Das Muster, das dort mit einem blauen Verlaufsgarn gestrickt wurde, gefiel mir auf Anhieb und erinnerte mich so ein bisschen an Drachenhaut. Und das Beste ist, dass die Anleitung von Hanna Leväniemi kostenlos und in deutscher Sprache auf Ravelry zu finden ist.

Kennt ihr Ravelry schon? Das ist eine kostenlose Plattform für Häkel-und Strickbegeisterte aus den USA, die sich dort austauschen und inspirieren lassen können, zusätzlich kann man auch direkt dort Anleitungen kaufen (meist per PayPal). Zwar bin ich schon länger dort angemeldet, freunde mich aber erst so langsam mit dem Netzwerk an, deshalb ist es noch recht leer bei mir. Wer mich dort trotzdem mal besuchen möchte, bitte hier entlang :-).


Aber zurück zu den Socken. Das Muster hat wirklich einen grandiosen Effekt, vor allem, wenn man bedenkt, dass es eigentlich nur rechte und linke Machen sind. Neu war dabei für mich das Stricken mit zwei Garnen, immer schön abwechselnd eine Reihe grün, eine Reihe weiß. Aber schwer ist das eigentlich auch nicht.

Nach dem weißen Bündchen habe ich noch eine Runde glatt rechts gestrickt, dann habe ich mit dem grünen Garn begonnen. Nachdem ich damit eine Runde gestrickt habe, wurde direkt wieder zu weiß gewechselt. Ich habe mir allerdings sagen lassen, dass man beim Wechsel am besten die beiden Fäden verkreuzt, wahrscheinlich für einen schöneren und stabileren Übergang.


Dazu habe ich den grünen Faden, mit dem ich gerade die Runde abgeschlossen habe, nach links gelegt und den weißen Faden von unten nach oben geführt, sodass quasi ein Kreuz entsteht, bei dem das weiße Garn obenauf liegt, wenn man die Rückseite betrachtet. Bei der nächsten Runde, die ich in weiß gestrickt habe, habe ich dann natürlich das weiße Garn nach links geführt und grün lag obenauf. Puh, ich hoffe, ihr wisst, was ich sagen will? Wahrscheinlich ist das eh allen klar, nur ich habe mir beim Stricken mal wieder komische Fragen gestellt... Aber ich dachte, ich schreibe das vorsichtshalber mal mit auf.

Zum Muster werde ich nichts weiter sagen, denn das gibt es ja auf Ravelry und die Anleitung ist wirklich super verständlich. Es ist allerdings keine ganze Anleitung für Socken, sondern lediglich das Muster. Wer Socken stricken lernen möchte, sollte nach einer Basis-Anleitung Ausschau halten oder die Oma fragen ;-).

Bei der Ferse habe ich zum zweiten Mal eine Bumerang-Ferse gestrickt, wieder in weiß wie das Bündchen. Das hat mit dem Farbwechsel ganz gut gepasst, hier habe ich das grüne Garn erst einmal abgeschnitten. Um  einen dicken weißen Streifen in der Biegung der Socke zu vermeiden, habe ich nach der ersten Fersenhälfte nicht zwei Runden glatt rechts wie üblich gestrickt, sondern nur eine und dann direkt die zweite Fersenhälfte gearbeitet. Und schon kam wieder das Muster, wozu ich das grüne Garn wieder aufgenommen habe. Die Bandspitze habe ich dann wieder komplett in weiß gearbeitet, so hatte ich bei den Abnahmen kein Problem mit dem Muster.

Wie immer habe ich die Socke mit dem Maschenstich verschlossen und zu guter Letzt die Fäden vernäht. Bis ich aber von der letzten gestrickten Masche zum Vernähen kam, vergingen gut drei Wochen. Irgendwie konnte ich mich nicht ganz aufraffen. Aber jetzt freue ich mich sehr, dass sie fertig sind und mir fortan die Füße wärmen können. Hach, wie schön ist es, unfertige Dinge endlich zu beenden. Dann hat man endlich wieder den Kopf (und die Stricknadeln) frei für neue Dinge.

Und da heute Dienstag ist, mache ich heute zum ersten Mal mit bei Handmade on Tuesday! Endlich mal geschafft! Diese wöchentliche  Linkparty ist immer wieder eine großartige Quelle der Inspiration, schaut doch auch mal vorbei (falls ihr HoT noch nicht kennt)!

Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag und lasst euch nicht vom Wetter ärgern!

Eure Bine


Strickanleitung: Broken Seed Stitch Socks von Hanna Leväniemi (kostenlos auf Ravelry)
Strickgarn:
grün: Opal for Ladies & Gentlemen, Lebendiges Grün
weiß: Wolle Rödel Sport-und Strumpfwolle Classic 4fach, weiß